Bei den meisten Arbeiten dieser Serie stand am Anfang eine persönliche Erfahrung, ein innerer Zustand oder eine Frage. Wie das Bild am Ende aussehen würde, wusste ich deshalb noch lange nicht. Bei Intertwined wollte ich zum ersten Mal auch auf diesen Ausgangspunkt verzichten.
Ich begann zu malen, ohne eine bestimmte Vorstellung ausdrücken zu wollen. Ich folgte der Farbe, reagierte auf das, was auf der Leinwand entstand, übermalte, ließ Spuren stehen und traf Entscheidungen aus dem Moment heraus.
Erst später fragte ich mich, warum gerade diese Bewegungen und Verbindungen entstanden waren. Eine eindeutige Antwort fand ich nicht. Doch beim Betrachten musste ich an etwas denken, das mich auch in den anderen Arbeiten beschäftigt: Wie viele unterschiedliche Erfahrungen und Einflüsse gleichzeitig in uns wirksam sein können, ohne dass wir ihren Ursprung immer erkennen.
Was stammt aus uns selbst, was haben wir von anderen übernommen, und was ist erst durch ihr Zusammenwirken entstanden?
An Intertwined interessiert mich besonders, dass ich diese Fragen nicht vor dem Malen gestellt hatte. Diesmal war zuerst das Bild da. Und erst durch das Bild begann ich, darüber nachzudenken.